39
BERGER, F.: Ferdinand Berger war ein Buchdrucker in Horn in Niederösterreich. 1896 besorgte er den
Druck der „Reden des Reichrathsa/jointfilesconvert/291488/bgeordneten Georg Ritter von Schönerer“, die sich unter
Bunsens Bücher befanden. Den Druckereibetrieb „Ferdinand Berger und Söhne“ gibt es noch heute.
BERGSTRAND, C. E.: Carl Erich Bergstrand, Agrikulturchemiker und Geologe: Geb. am 12. 03. 1830 in
Kila (Schweden), gest. 1914. Studierte in Uppsala, wo er 1857 promovierte. War Prof. an der
Lantbruksakademie in Stockholm. Sein Beitrag „Grunddragen till geologien ella läran om jorden“
(Uppsala 1859) enthält eine Widmung. Lit.: http://runeberg.org/nfbb/0794.html
BERLÉ, F.: Ferdinand Berlé dissertierte 1855 als Schüler von >C. J. Löwig in Leipzig mit den
„Untersuchungen über die Stibamyle und einige ihrer Verbindungen, nebst einer vergleichenden
Zusammenstellung der wichtigeren Eigenschaften der organischen Metallradikale“. In den 1860er
Jahren scheint ein Dr. Ferdinand Berlé nur als Mitglied der Casino-Gesellschaft Wiesbaden auf.
Sollte es sich dabei tatsächlich um den Autor der erwähnten Dissertation handeln, wäre dessen
Geburtsjahr mit 1835 anzugeben. Lit.: Th. Weichel, Die Bürger von Wiesbaden, Oldenburg Verl.
1997, S. 286, 311, 384.
BERNSTEIN, J.: Julius Bernstein, Physiologe: Geb. am 08. 12. 1839 in Berlin, gest. am 06. 02. 1917 in
Halle; Besuchte das Gymnasium in Berlin/Neu-Cölln. Studierte an den Universitäten in Breslau (bei
Heidenhain) und in Berlin (bei Du Bois Reymond); Er promovierte 1862 in Berlin zum Dr.med. mit
einer Arbeit über die Muskelphysiologie und begann hierauf seine Karriere als Physiologe in
Heidelberg. 1864 wurde Bernstein Assistent von >Helmholtz an der Universität Heidelberg. Er
habilitierte sich 1865 in Heidelberg, wurde 1869 a.o Prof. und leitete 1871 das Heidelberger
Institut kommissarisch, nachdem Helmholtz einem Ruf nach Berlin gefolgt war. Noch im
gleichen Jahr wurde er Prof. extr. der Physiologie an der Universität in Berlin; Von 1873 bis 1911
wirkte er als o. Prof. und Direktor des physiologischen Institutes in Halle. Zahlreiche Beiträge zur
Neurobiologie, speziell zur Elektrobiologie. Bernstein ging davon aus, dass Nervenfasern von
isolierenden Grenzschichten umgeben sind, die von bestimmten Ionen (vor allem von K
+
Ionen)
passiert werden können, wodurch sich eine Potentialdifferenz ausbildet. Seinen noch 1870 in
Heidelberg publizierten Beitrag „Über elektrische Oscillationen im inducirten Leiter“ widmete er
seinem Kollegen Bunsen: III 000577; Lit.: BLÄ 153; POG III 114, POG IV 103; POG VI 195; WIS 1
55; E.-A. Seyfarth, L. Peichl, „Vor 100 Jahren: Julius Bernstein formulierte seine Membrantheorie“,
Neuroforum 4/02, S. 274ff. http://www.bmbf.de/pub/ neuroforum4-02.pdf
BERNT, C.: Bunsen war im Besitz des 15. Jahresberichts über die Leistungen des Doktoren-Collegiums
der medizinischen Fakultät in Wien 1864/65, für den C. Bernt verantwortlich zeichnet.
BERNTHSEN, August: Heinrich August Bernthsen, Chemiker: Geb. am 29. 08. 1855 in Krefeld, gest. am
26. 11. 1931 in Heidelberg; Studierte erst Mathematik und Naturwissenschaften in Bonn, dann 1874
Chemie bei Bunsen in Heidelberg; 1877 Vorlesungsassistent bei >Kekulé; 1879 Habilitation in
Comments to this Manuals