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Österreichischen Alpenvereins; Erstbesteiger zahlreicher Alpengipfel in den Ötztaler und Stubaier
Alpen zwischen 1870 und 1886; Mitglied vieler gelehrter Gesellschaften. Autor von: III 000349, III
000583, III 000590, III 000620 bis III 000623, III 000869, III 000979 (mit Baehr-Predari), III 001254
(mit Boettger), III 001255 (mit Boettger). Sein Lehrbuch „Die chemische Analyse“ (Berlin 1863)
enthält eine Widmung, aber auch seine Abhandlung „Die Typenlehre und die Molekularformeln
(Berlin 1862).
Lit.: IPB II 314; POG III 1028; POG IV 1145; POG V 963; http://www.historisches-
alpenarchiv.org/1/webmill.php?id=95779&foldertype=all&ditem=16616&dmodule=502&lin=detail&fol
dergroup=irc
PETTENKOFER, M.: Max Josef von Pettenkofer; Chemiker: Geb. 03. 12. 1818 in Lichtenheim bei
Neuburg/Donau; gest. 10. 02. 1901 in München; Besuchte das Gymnasium in München und
studierte dort anschließend Pharmazie, Naturwissenschaft und Medizin. 1843 schloss er sein
Studium mit der Promotion zum Doktor der Medizin, Chirurgie und Geburtshilfe ab. Gleichzeitig
erwarb er die Approbation als Apotheker. Danach beschäftigte er sich in Würzburg mit Chemie und
wechselte dann nach Gießen ins Labor >Liebigs. 1847 ernannte man Pettenkofer zum Professor für
medizinische Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, deren Rektor er 1865 wurde.
Im gleichen Jahr wurde er, ebenfalls in München, erster deutscher Professor für Hygiene und
erbaute dort von 1876 bis 1879 das erste Hygieneinstitut. 1883 verlieh man Pettenkofer den
erblichen Adel; 1890 bis 1899 war er Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
1893 legte er seine Professur nieder. Er starb 1901 durch Suizid. 1844 entdeckte Pettenkofer das
Kreatinin, ein wichtiges Stoffwechselprodukt des Muskelgewebes, erfand 1848 die Kupfer-Amalgam-
Zahnfüllung. Der von Pettenkofer erfundene „Suppenwürfel“ wurde in industriellem Maßstab
hergestellt. 1850: Entdeckung von periodisch auftretenden Eigenschaften bei chemischen
Elementen. Große Verdienste erwarb sich Pettenkofer als Hygieniker und Epidemologe. In der
Bunsen-Bibliothek gibt es von ihm drei Sonderdrucke, darunter einen mit dem Titel „Dr. Justus
Freiherrn von Liebig zum Gedächtniss“ (München 1874);
Lit.: LBC 342; LNW 325; http://de.wikipedia.org/wiki/Max_von_Pettenkofer
PETTERSSON, Otto: Sven Otto Pettersson; Chemiker: Geb. am 12. 02. 1848 in Göteborg, gest. am 16.
01. 1941 in Göteborg; Promovierte 1872 zum Dr. phil. und habilitierte sich 1874 zum Dozenten für
physikalische Chemie an der Universität in Uppsala; 1881 Vorstand der chemischen Abteilung an
der neugegründeten Universität in Stockholm; 1884 Prof. ebenda; 1893 bis 1896 Rektor; 1908
emeritiert. Beiträge zur physikalischen Chemie und Gezeitenforschung; Arbeiten über Seltene Erden
(mit L. F. Nilson) und Atomgewichtsbestimmungen; Mitglied der Nobel-Kommission für Chemie;
1901 bis 1931 Vorsitzender der Schwedischen Hydrographisch-Biologischen Kommission; 1915
Präsident, 1920 Vizepräsident der internationalen Meeresforschung; Mitglied zahlreicher gelehrter
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